Historie

Im Jahr 1960 gründete Dr. Wilhelm Leßmann in Leverkusen-Opladen seine radiologische Praxis, in die sein Sohn Dr. Winfried Leßmann im Jahr 1989 eintrat. Drei Jahre später folgte die Erweiterung der Gemeinschaftspraxis um Herrn Dr. Lutz Henscher. Stetig steigende Untersuchungs- und Patientenzahlen erforderten 1992 eine wesentliche Vergrößerung der Praxisräumlichkeiten in der Humboldtstraße; im Anschluss hieran entstanden dann auch in anderen Leverkusener Stadtteilen Untersuchungs- und Behandlungsstätten.

Die Geburtsstunde des Radiologischen Netzwerks Rheinland (RNR) war das Jahr 1997: Die Gründung des Praxisverbundes bedeutete die Grundlage für eine fachliche und wirtschaftliche Zusammenarbeit radiologischer Praxen auch über den Leverkusener Raum hinaus, lange bevor der Gesetzgeber durch das Vertragsarztrechtsänderungsgesetz im Jahr 2007 solchen überregionalen Verbundstrukturen die Möglichkeit zur Vereinigung in einer einzigen Praxis als sogenannte “überörtliche Berufsausübungsgemeinschaft“ eröffnete.

Anfänglich wechselten in der Regel die Ärzte, die zunächst in Leverkusen tätig waren, an die neuen Standorte, um diese aufzubauen. Dies galt sowohl für Solingen und Köln-Rodenkirchen als auch für Bergisch Gladbach, so dass der einheitliche Ablauf in den Praxen auch schon vor Einführung des jetzigen Qualitätsmanagementsystems (QMS) durch die handelnden Personen gewährleistet wurde.

Als erste Praxis an einem Krankenhaus-Standort mit gleichzeitiger stationärer und ambulanter Patientenversorgung nahm 2002 die Strahlentherapie am Klinikum Solingen den Betrieb auf. Ein Jahr später kam es mit der erfolgreichen Einbindung der Praxis am Vinzenz Pallotti Hospital in Bergisch Gladbach-Bensberg zur ersten Krankenhaus-Versorgung auf dem Gebiet der Radiologie. Bis Ende 2005 folgten die Neueinrichtung einer Praxis für Strahlentherapie am Sana-Klinikum Remscheid, die Übernahme der radiologischen Versorgung der Patienten am St.-Antonius-Hospital in Eschweiler nebst Erweiterung dieser Praxis um eine nuklearmedizinische und eine strahlentherapeutische Abteilung sowie die Etablierung einer Praxis für Strahlentherapie am St. Johannes-Hospital des Katholischen Klinikums Duisburg mit späterer Erweiterung um die Nuklearmedizin.

Im Jahr 2006 verlagerten die Leverkusener Verbundpraxen den Schwerpunkt ihrer ambulanten Tätigkeit in das neue Ärztehaus MEDILEV am Klinikum Leverkusen. Hierdurch wurde die Grundlage für die zum 01.07.2007 vollzogene Übernahme der radiologischen und nuklearmedizinischen Versorgung der Patienten des Klinikums Leverkusen und die Erweiterung dieses Standortes um die Strahlentherapie geschaffen.

Zum gleichen Datum fand die Umwandlung des bisherigen Praxisverbundes in eine einzige Praxis - die überörtliche Berufsausübungsgemeinschaft
Dr. Leßmann & Kollegen - statt. Diese Praxis vergrößerte wie schon in der Vergangenheit auch in den folgenden Jahren ihren Versorgungsbereich fortlaufend um neue Standorte in Kombination mit der Übernahme der stationären Versorgung an Krankenhäusern, wie etwa durch die Radiologie-Praxen am St. Josef Krankenhaus in Haan, am Dreifaltigkeits-Krankenhaus in Wesseling und am St. Remigius Krankenhaus in Leverkusen-Opladen. An anderen Stellen - z. B. am Marienhospital Aachen - entstanden neue Strahlentherapie-Praxen, um dort ebenfalls gleichzeitig ambulante und stationäre Patientenversorgung sicherzustellen.

Die vorerst letzte Reorganisation trat am 01.01.2010 in Kraft: Aus den bisherigen RNR-Praxisstandorten wurden Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und ihnen zugeordnete RNR-Zweigpraxen. Mit Ausnahme des MVZ RNR Remscheid sind jedoch alle MVZ und Zweigpraxen weiterhin in einer Berufsausübungsgemeinschaft zusammengeschlossen, die wiederum mit dem MVZ in Remscheid im Rahmen der RNR-Netzwerkstruktur eng kooperiert.