Strahlentherapie
Die Strahlentherapie wird bereits seit über 100 Jahren gegen bösartige Tumoren eingesetzt. Heute ist sie eine der drei tragenden Säulen der Onkologie und mit der Chirurgie die wesentliche lokal wirksame Methode. Durch intensive Forschung und technologische Fortschritte konnte sie in den letzten 20 Jahren eine rasante Weiterentwicklung erfahren, so dass sie heute eine "Hightech"- Disziplin ist, die von Spezialisten mit hoher Präzision und immensem technischem Aufwand angewendet wird. Der vermehrte Einsatz modernster Technik ermöglicht die Reduktion von Langzeitfolgen der Behandlung bei gleichzeitig gesteigerter Wirksamkeit.
Ziel der Strahlentherapie ist es, die Tumorzellen absterben zu lassen und damit den Tumor zu vernichten bzw. nach chirurgischer Entfernung des Tumors evtl. noch vorhandene Tumorzellen abzutöten. Diese Wirkung beschränkt sich auf das Bestrahlungsgebiet und ist wichtig, um solche Tumoren zu erreichen, die zum lokalen Rückfall oder zur Metastasierung in angrenzende Lymphknoten neigen. Darüber hinaus besteht bei unvollständiger Entfernung des Tumorgewebes fast immer die Indikation zur Strahlentherapie.
Oft lassen sich durch eine Vor- oder Nachbestrahlung radikale Operationen und der damit verbundene Organverlust vermeiden, zum Beispiel bei vielen Brustkrebspatientinnen oder beim Enddarmkrebs.
Durch die Kombination von Strahlen- und Chemotherapie - gleichzeitig oder abwechselnd - kann die Strahlenwirkung verstärkt werden, ohne die Spätfolgen der Behandlung zu vergrößern. Solch eine Radiochemotherapie ist bei der Behandlung vieler Tumore heutzutage der Standard, beispielsweise beim Lungenkrebs oder Speiseröhrenkrebs.
Auch dort, wo eine Heilung der Krebserkrankung nicht mehr möglich ist, kann die Strahlentherapie meist Symptome lindern und damit die Lebensqualität der Betroffenen deutlich verbessern. So ist die Strahlenbehandlung von Tumorabsiedlungen im Knochen (Knochenmetastasen) oder im Gehirn eine häufig und mit Erfolg durchgeführte Maßnahme.
Schließlich können auch gutartige Erkrankungen - meist Schmerzen im Bereich des Bewegungsapparates, wie z.B. "Fersensporn" oder "Schultersteife" - erfolgreich mit Strahlen behandelt werden.
Die Strahlentherapie wird in der Praxis von einem interdisziplinären Team aus Fachärzten, Medizinphysik-Experten und medizinisch-technischen Assistenten durchgeführt. Der eigentlichen Therapie geht ein komplexer Planungsprozess voraus. Die Tätigkeit im Bereich Strahlentherapie unterliegt der Strahlenschutzverordnung und nachgeordneten Normen.
Therapieformen:
Wir unterscheiden die Strahlentherapie in Teletherapie, Brachytherapie und Oberflächentherapie.
Strahlentherapeutische Leistungen bieten wir Ihnen an folgenden Standorten an:
Aachen, Duisburg, Eschweiler, Köln-Rodenkirchen, Leverkusen (Am Gesundheitspark), Leverkusen (Fixheide), Remscheid, Solingen (Klinikum)


