
Tomosynthese
Die Tomosynthese der Brust ist eine neue Methode zur Lieferung hoch qualitativer Bilder des Brustgewebes in drei Dimensionen. Unser Tomosynthese-Gerät Selenia Dimensions erfasst in kürzester Zeit und mit geringer Strahlenbelastung eine Reihe von Aufnahmen der Brust aus verschiedenen Winkeln. Die Röntgenröhre bewegt sich dabei in einem Bogen über die Brust und ermöglicht so die dreidimensionale Bildgebung.
Anhand dieser Originalbilder lässt sich schnell eine "synthetische Tomogramm"-Sequenz auf dem Computer erstellen, wobei die gesamte Tiefe des Gewebes in einzelne, einen Milllimeter dicke Schichten unterteilt wird. Diese Unterteilung des Gewebes in einzelne, virtuelle Schichten hilft dem Arzt bei der Erkennung von Strukturen, die in einem normalen 2D-Mammogramm möglicherweise nicht klar zu erkennen wären.
Die Dosis einer gesamten Aufnahmeserie ist vergleichbar mit der einer gewöhnlichen Mammographie. Die Bedienung läuft einfach und praktisch über einen großen Touchscreenmonitor.
Mehr Sicherheit in der Mammadiagnostik
Auch wenn die Tomosynthese nicht Teil des Mammographie-Screening-Programms ist, kommt sie als Zusatzmethode im Leverkusener Gesundheitshaus täglich zum Einsatz. Denn bei unklaren Befunden nach Mammographie und Ultraschall innerhalb der Brustdiagnostik sind Dr. Dietz und ihre Kollegen berechtigt eine Zusatzaufnahme mit der Tomosynthese zu machen.„Als Schwerpunkt-Praxis und Screening-Zentrale nehmen wir zehntausende von Brustuntersuchungen im Jahr vor – viele davon erweisen sich als komplizierte Fälle. Wir tun alles, um jeder Frau möglichst zielführend und schnell eine Diagnose und Empfehlung aussprechen zu können“, so Dr. Caroline Dietz , Programmverantwortliche Ärztin für die Screening-Einheit 8.
Die rekonstruierten Schichtaufnahmen der Tomosynthese haben eine Dicke von 1mm und garantieren so eine höhere Diagnosesicherheit, indem sie überlagernde Gewebestrukturen ausblenden und das Bilddetektorrauschen minimieren. Das Brustgewebe kann so besser beurteilt werden. "Ansonsten werden Tomosynthese und MRT nicht als Konkurrenzverfahren bei der Zusatzdiagnostik der Brust gesehen. Die Tomosynthese ist eine radiodiagnostische Technik, die nicht mit der MRT vergleichbar ist. Die Mammadiagnostik war schon immer ein multimodales Konzept, bei dem unterschiedliche Bildgebungsverfahren den Medizinern komplementäre Informationen liefern. Die Reihenfolge der Abklärung bleibt dabei gleich: Erst Mammographie, dann Ultraschall. Danach Tomosynthese und zuletzt MRT, z.B. um weitere Herde bei einem bekannten Tumor auszuschließen." so Dr. Caroline Dietz.
Großer Nutzen bei vergleichweiser geringen Belastung
Die Strahlendosis bei der Tomosynthese ist vergleichbar mit der einer gewöhnlichen Mammographie. Der Benefit ist jedoch enorm groß: Durch die hohe räumliche Auflösung lassen sich Mikrokalke und Verdichtungen wesentlich klarer erkennen. „Manche Tumoren stellen sich bei der konventionellen Mammographie lediglich als sehr feine Architekturstörungen dar“, so Dr. Dietz. „Dann sieht man auf den Aufnahmen lediglich zwei oder drei Linien, die falsch laufen, das restliche Areal wird vom umliegenden Gewebe verdeckt. Deshalb ist es gerade bei dichtem Brustgewebe von Vorteil, wenn wir uns mit der Tomosynthese durch die Einzelschichten der Brust scrollen können. So können wir auch feststellen, ob Mikrokalke gruppiert oder verteilt sind. Das heißt, ob es sich um eine bösartige oder gutartige Veränderung des Drüsengewebes handelt, wie es etwa bei der Mastopathie (gutartige, nicht entzündliche Brustdrüsenveränderung) der Fall ist. Durch das Scrollen können wir optimal verfolgen, ob und wie viel Mikrokalk in jeder Schichtaufnahme zu sehen ist. Im kurativen Bereich erleichtert das Verfahren darüber hinaus eine Unterscheidung zwischen Narbengewebe und einem Rezidiv.“
Wegdenken möchten Dr. Dietz das innovative Tomosynthese-Gerät aus ihrer Praxisstätte nicht mehr: „Wir können jetzt das gesamte Spektrum der Mammadiagnostik anbieten. Komplizierte Fragestellungen lassen sich seitdem sehr viel schneller und sicherer beantworten. Damit zeigen wir den Patientinnen, dass sie bei uns beste Qualität erwarten dürfen, wie sie sonst nur an wenigen Universitätskliniken erbracht wird.“
Das Verfahren bieten wir an folgenden Standorten an:
Leverkusen (Gesundheitshaus)
